
Von Ulrich Schunke Der Weihnachtsmann machte vor dem eigentlichen Weihnachtsstress Halt bei den Senioren des SPD-Ortsvereins Vogelsang. Günter Dabruck und Heinz Walter Lingemann hatten ihn eingeladen ihre Adventsfeier zu besuchen.
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Ortsverein

Von Ulrich Schunke Der Weihnachtsmann machte vor dem eigentlichen Weihnachtsstress Halt bei den Senioren des SPD-Ortsvereins Vogelsang. Günter Dabruck und Heinz Walter Lingemann hatten ihn eingeladen ihre Adventsfeier zu besuchen.
Die Drewermann-Spatzen, die es geschafft hatten, das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Morgenstern-Trio zu verdrängen, sorgten zusammen mit G. Dabruck (Gitarre) und einem hoffnungsvollen Akkordeonspieler für die musikalische Begleitung. Zum Repertoire des Quintetts gehörten Weihnachts-Shantys und Weihnachtslieder deutscher sowie angelsächsischer Prägung.
Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte trug Heidi Stich vor. Ein Junge namens Manuel, Mitglied einer Schul-Theater AG, sollte anlässlich des Weihnachtsfestes den ersten Engel beim Krippenspiel mimen. Die männliche Linie der Familie des Jungen hielt das alljährliche Krippenspiel für langweilig. Auch Oma, die ständig einschlief, interessierte das Krippenspiel nicht wirklich. So kam es wie kommen musste: Die Generalprobe ging völlig in die Hose, Manuel vergaß seinen Text und das Debakel nahm seine Lauf. Derart aufgeregt sagte Manuel fortan leise seinen Text vor sich hin; natürlich auch bei der eigentlichen Aufführung, aber offensichtlich so laut und nicht an der vorgesehenen Stelle, dass die Hirten, Maria und Josef und die Heiligen Drei Könige einer Kettenreaktion gleich ebenfalls ihre Einsätze verpatzten und untereinander in Streit gerieten. Ochs und Esel nahmen reiß aus, Oma wachte auf, gelangweilte Zuschauer spendeten Applaus. So eine gewagte Inszenierung war bis dahin einmalig! Zum Glück vertrugen sich alle wieder. „Man sollte vor den Feiertagen mal vom Gas gehen“, resümierte Heidi Stich.
Hans Rosenthal, nicht verwandt mit dem gleichnamigen Erfinder von „Dalli, Dalli“, führte den Senioren noch einen mit klassischer Musik und eigenen Wortbeiträgen unterlegten Gevelsberger Heimatkurzfilm vor mit Impressionen von idyllisch-geschichtsträchtigen Orten, der nicht nur auf die unvergleichlich schöne Heimat hinwies, sondern auch auf die 1400 Toten zweier Weltkriege.
Natürlich kamen Kaffeetrinken und Kuchenessen nicht zu kurz. Das Wirte-Ehepaar Sellapaah hatte keine Mühen gescheut, alles weihnachtlich zu dekorieren. Der festliche Rahmen sorgte dafür dass jeder seinen Alltagsstress loslassen konnten, so dass für viele unbemerkt die Adventfeier schnell zu Ende ging. Der adventliche Nachmittag klang mit dem Lied „Oh, du Fröhliche…!“ aus.