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Michael "Willi" Sichelschmidt ist dritter Träger des SPD-Ehrenpreises für besonderes menschliches Engagement :

Stadtverband


Michael Sichelschmidt, nicht nur zu Kirmeszeiten in Gevelsberg bekannt und beliebt, ist dritter Träger des SPD-Ehrenpreises. Archivfoto: Borris Kißler.

Gevelsberg (bki). Michael Sichelschmidt ist der dritte Träger des SPD-Ehrenpreises für besonderes menschliches und ehrenamtliches Engagement: Im nahezu vollbesetzten Filmriss-Kino, in welches die SPD gestern zum sechsten Mal ehrenamtlich tätige Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen hatte, wurde der scheidende „Hammerschmied“ in Abwesenheit (er weilt mit Lebensgefährtin Heike Mues im Urlaub) unter großem Applaus als Nachfolger des „Fördervereins Zentrum für Kirche und Kultur“ und des Pastoren-Ehepaares Horst und Christa Renneberg ausgezeichnet – so entschied es die Jury unter Vorsitz von Altbürgermeister Dr. Klaus Solmecke.

Bürgermeister Claus Jacobi und SPD-Vorsitzender Hubertus Kramer übergaben Urkunde und Preis stellvertretend an den Vorsitzenden der Mühlenhämmer, Markus Loetz: Michael Sichelschmidt weilt zur Zeit noch im Urlaub.

Hubertus Kramer führte als SPD-Stadtverbandsvorsitzender durch die Versammlung und würdigte in seiner Laudatio den jahrzehntelangen Einsatz von Michael „Willi“ Sichelschmidt, welches 1973 begann, als Vater Gustav ihn als 13jährigen mit zur Kirmesgruppe „Mühlenhämmer“ nahm. Es folgten 1974 die erste Teilnahme am Kirmeszug („Hoch auf dem gelben Wagen“), 1979 der erste Start als Einzelgänger für die „Mühle“: Zwanzig Jahre lang, darunter 15 Mal als Sieger, sollte die Erfolgsgeschichte dauern: „Ein Rekord, der sicherlich einmalig ist und wohl nie wieder erreicht werden wird“, so Kramer. Als „Willi Würger vom Finanzamt“ kam Michal Sichelschmidt dabei auch zu seinem Spitznamen.

1987 Vorsitzender der KG Mühlenhämmer (als Nachfolger von Horst-Dieter Erdelt), 2000 dann als Nachfolger von Pit Schäfer „Hammerschmied“ und Symbolfigur der Gevelsberger Kirmes: Michael Sichelschmidt verkörpert auch einen Generationenwechsel und „machte Kirmesgruppen damit auch für junge Menschen attraktiv“, Innovationen wie die „kleinste Showbühne der Welt“ und das „Brückenfest“ seiner Kirmesgruppe mit Seniorennachmittag: Diese festen Einrichtungen entstanden in seiner Amtszeit und erfreuen unzählige Menschen in jedem Jahr aufs neue. „Nach 10 Jahren als ´Hammerschmied´ hört er nicht auf, weil er muß, sondern weil er es will“, erinnerte Kramer auch daran, dass Michael „Willi“ Sichelschmidt schon bei seinem Amtsantritt angekündigt hatte, dann einem Nachfolger Platz machen zu wollen. Bernd Matthäi wird in wenigen Wochen in sein Amt eingeführt werden.

Wegen seines Urlaubs konnte Sichelschmidt Urkunde und Ehrenpreis (den Betrag von 500 Euro stellt jährlich ein Spender zur Verfügung, der nicht genannt werden möchte), nicht persönlich entgegennehmen – in einem kurzen Film, vor einer Woche gedreht, und in einer kurzen Telefonkonferenz bedankte er sich besonders auch bei seinen Helfern, die er über Jahre gehabt habe: „Ohne diese wäre all das nicht möglich gewesen.“ Daß die SPD seit sechs Jahren jährlich ehrenamtlich tätige Menschen zu einer Veranstaltung einlädt, lobte der „Hammerschmied“ ebenfalls – verbunden mit dem Wunsch, die Anwesenden mögen beim Rahmenprogramm einen schönen Abend verbringen können. Ebenfalls „typisch Willi“: Uneigennützig soll der Geldpreis der Nachwuchsarbeit im Kirmesbereich zur Verfügung kommen.

Den „schönen Abend“ hatten die Gäste im Filmriss-Kino dann ganz sicher: Bei 90 Minuten Magie, geboten von verschiedenen Mitgliedern des „Magischen Zirkels Wuppertal“, dessen Vorsitzender der Gevelsberger SPD-Ratsherr Jürgen Moysiszik ist. Reiner Roth, Mark Weide (der 19jährige nimmt in Kürze an den Deutschen Meisterschaften der Magier teil), „Koni“, Frank Moll, „Attila“ und Henry Wahl setzten in ihrem Programm ganz unterschiedliche Schwerpunkte und bezogen auch das begeisterte Publikum in ihre verblüffenden Kunststücke (von Zaubertricks sprechen die Fachleute nicht) ein.

"Koni" holte sich als Assistenten Nikola Bruzek, Walter Zajc und Andreas Kalin auf die Bühne. Zur Verblüffung der Zuschauer ließ er Knoten aus einem Seil verschwinden.

Dr. Gunter Glaser, im "Zivilberuf" Zahnarzt, beeindruckte als Entfesselungskünstler - mit Hilfe von Peter C. Schulte und Hans Sturhan.

 

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