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Auch Gevelsberg ist "Kulturhauptstadt": SchachtZeichen über "Trappe" :

Gesellschaft


Landrat Dr. Arnim Brux, Grundbesitzer und Fabrikinhaber Flottmann und Bürgermeister Claus Jacobi eröffneten am 22. Mai die Aktion "Schachtzeichen" in Gevelsberg-Silschede. Foto: Borris Kißler.

Von Borris Kißler. In den nächsten Tagen markieren große Ballons die Standorte von über 300 ehemaligen Schächten im Ruhrgebiet. Diese Installation gehört zu den Veranstaltungen im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres 2010. Über Gevelsberg-Silschede zeigt ein heliumgefüllter Ballon seit gestern weithin sichtbar den Standort der 1926 geschlossenen Zeche "Trappe."

Musikalisch begleitet durch den MGV Diamant Silschede und bewirtet von den Fußballern des FC Schwarz-Weiß Silschede verfolgten zahlreiche Gäste bei strahlendem Sonnenschein das Aufsteigen des Ballons, der noch bis zum 30. Mai den südlichsten Punkt der über das gesamte Ruhrgebiet reichenden Installation bilden wird.

Jule Karthaus las die Geschichte vom Schweinehirten, welcher der Sage nach in unserer Region zufällig auf das "schwarze Gold" stieß, welches dann das Ruhrrevier zu seiner industriellen Bedeutung kommen ließ, Siggi Lettau vom "Förderverein Bergbauhistorischer
Stätten Ruhrrevier e.V." gab einen kurzen Abriß der Zeche Trappe, auf welcher bis in den 20er Jahre des letzten Jahrhunderts im Tiefbau Kohle gefördert wurde, bevor, durch die größere Konkurrenz aufgekauft, der Betrieb geschlossen wurde.

Nicht nur Jule Karthaus und Lettau galt der Dank von Bürgermeister und Landrat, sondern auch dem Betrieb "Schäfer und Flottmann", heute Maschinenbaubetrieb auf dem Gelände, auf welchem über 300 Jahre lang Kohle gefördert wurde. Denn noch bis zum 30. Mai (genaue Öffnungszeiten auf der Homepage der Stadt Gevelsberg) können viele Exponate und Dokumente aus der in Gevelsberg vergangenen Bergbau-Ära betrachtet werden.

 

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