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Skepsis der Bürger gegenüber Banken wächst: Mehr Schutz für die Verbraucher :

Service


MdL Hubertus Kramer (rechts) möchte das Angebot an Verbraucherberatung ausbauen.

Ennepe-Ruhr / Hagen. Immer mehr Hagenerinnen und Hagener, aber auch Bürgerinnen und Bürger aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis wenden sich bei Fragen der Altersvorsorge, der Baufinanzierung oder bei Geldanlagen an die Verbraucherzentrale Hagen. Denn die Finanzmarktkrise hat auch hier das Vertrauen vieler Verbraucherinnen und Verbraucher in den Bankensektor nachhaltig beschädigt.

Die bisher mit Hilfe von Honorarkräften angebotenen Sprechstunden der Verbraucherberatung Hagen reichen längst nicht aus, die mannigfaltigen Nachfragen von Menschen nach der Solidität von Angeboten von Banken oder Versicherungen zu befriedigen.

Die Sprechstunden sind überlaufen, obwohl immerhin 160 EURO bezahlt werden müssen. „Ein Zeichen, wie dringend diese Hilfe ist“, sagen Inge Blask, Regionalleiterin der Verbraucherzentrale NRW, und Astrid Lindner, Leiterin der Verbraucherzentrale in Hagen. Vor diesem Hintergrund begrüßen beide die Ankündigung der neuen Landesregierung von SPD und Grünen, die Finanzberatung der Verbraucherberatung künftig deutlich auszubauen.

Überhaupt betonten die beiden Verbraucherschützerinnen in einem Gespräch mit dem heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und dem Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion in Hagen, Mark Krippner, dass zahlreiche Wahlprüfsteine der Verbraucherberatung NRW tatsächlich in den Koalitionsvertrag von SPD und Grünen eingeflossen sind.

Wichtig für immer mehr Menschen in der heimischen Region: Da Wettbewerb und Wahlfreiheit immer stärker Einzug im Gesundheitswesen hält, müssen Patientinnen und Patienten auch in unserer Stadt immer öfter über individuelle Gesundheitsleistungen, über die Wahl von Krankenkassen oder verschreibungsfreie Medikamente entscheiden. Die notwendigen Beratungsmöglichkeiten hinken dieser Entwicklung hinterher.

Hier kündigt die neue Landesregierung nun neben besseren Verbraucherrechten auf dem Gesundheitsmarkt auch mehr Unterstützung für die Verbraucherzentralen wie in Hagen an, Rechtsverstößen von Gesundheits-Dienstleistern entgegenzutreten, was von Inge Blask und Astrid Linder vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen auch in der Hagener Arbeit nachhaltig unterstützt wird.

Ständig bedeutender für immer mehr Haushalte auch in Hagen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit prekärer Finanzsituation werden nach den Worten von Inge Blask und Astrid Lindner auch die im Koalitionsvertrag angekündigte Stärkung der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungen. Trotz steigender Kosten und höherem Beratungsbedarf war die Förderung seit 1999 nicht mehr angehoben worden.

Jetzt will die neue Landesregierung neben den Sparkassen auch die Banken an der Finanzierung der gemeinnützigen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung finanziell beteiligen, weil diese oft genug an der dramatischen finanziellen Entwicklung von Haushalten Mitverantwortung tragen.

Inge Blask, Astrid Linder, Hubertus Kramer und Mark Krippner vereinbarten einen künftigen regelmäßigen Austausch: “Denn starke Verbraucherzentralen sind als „Anwälte“ der Verbraucherinnen und Verbraucher unabdingbar.“ Interessant für den Ennepe-Ruhr-Kreis findet der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer, dass die Landesregierung einen weiteren Ausbau des Angebots an Verbraucherzentralen in NRW anstrebt. Bisher wenden sich Bürgerinnen und Bürger aus dem EN-Kreis in der Regel an die Verbraucherzentralen in Hagen oder Wuppertal.

Das Bild zeigt von links: Mark Krippner, Inge Blask, Astrid Lindner und Hubertus Kramer.

 

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